Jauntal Apotheke

Homoeopathie

Homoeopathie: Kleine Kugeln, grosse Diskussionen

Gleich vorweg: Die Homöopathie ist nicht nur schwer zu schreiben, sondern auch schwer einzuordnen. Die Schulmedizin lehnt sie ab. Ein solider wissenschaftlicher Nachweis fehlt bis heute.

Die alternativmedizinische Behandlungsmethode erfreut sich trotzdem seit Ende des 18. Jahrhunderts großer Beliebtheit. Sie setzt auf den Grundsatz: Ähnliches durch Ähnliches heilen und in der Folge auch auf die körpereigenen Selbstheilungskräfte.

In unserer Jauntal-Apotheke führen wir hauseigene homöopathische Mittel und beraten Sie umfassend über Anwendungsgebiete, Möglichkeiten und Grenzen der kleinen Kügelchen und anderer natürlicher Mittel.

Der Begruender der Homoeopathie - Dr. Samuel Hahnemann

Das Wort Homöopathie leitet sich aus dem altgriechischen homoios (ähnlich) und pathos (Leiden) ab und basiert auf dem Grundprinzip: Similia similibus curentur - Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt. Begründet wurde die Homöopathie vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann.

Dr. Christian Friedrich Samuel Hahnemann studierte Medizin in Leipzig und Wien und schloss seine Ausbildung 1779 mit der Doktorwürde ab. Unzufrieden mit den damaligen Behandlungsmethoden (Schröpfen, Aderlass, Brech- und Abführmittel) zog er sich aus dem Arztberuf zurück und verdiente seinen Lebensunterhalt als Übersetzer.

Dabei stieß er auf die Materia Medica von Dr. William Cullen, der behauptete, Malaria sei durch Chinarinde heilbar. Im Selbstversuch stellte Hahnemann fest, dass Chinarinde bei ihm als gesunden Menschen dieselben Symptome wie Malaria hervorrief - die Geburtsstunde des Ähnlichkeitsprinzips. Ab 1807 nannte er seine Lehre Homöopathie und schrieb 1810 das Organon der Heilkunst, das bis heute als Grundlagenwerk der klassischen Homöopathie gilt.

Nach seinem Tod entwickelten Hahnemanns Schüler die Homöopathie weiter, sodass es heute Therapieformen mit D-Potenzen, C-Potenzen, LM-Potenzen und Q-Potenzen gibt.

Homoeopathische Arzneimittelpruefung

Die Arzneimittelprüfung am gesunden Menschen ist eines der Grundprinzipien der Homöopathie. Testpersonen nehmen ein ihnen unbekanntes Mittel ein (heute im Blind- oder Doppelblindversuch) und protokollieren alle auftretenden körperlichen und psychischen Symptome, Träume und Gedanken. Die Ergebnisse werden mit Erfahrungen aus der Toxikologie und klinischen Beobachtungen ergänzt und bilden das sogenannte Arzneimittelbild. Der Prozess von einer Prüfung bis zur Veröffentlichung kann bis zu zwei Jahre dauern.

Wie wirken Globuli & Co?

Als kompetenter Ansprechpartner fühlen wir uns verpflichtet, diese Frage ehrlich zu beantworten: Wir wissen es nicht. Die Wirkungsweise klassischer Medikamente ist über molekular nachweisbare Mechanismen erklärbar - dieses Prinzip lässt sich bei der Homöopathie nicht anwenden. Es gibt zahlreiche Experimente, die die Wirksamkeit bestätigen, aber eine von beiden Seiten akzeptierte wissenschaftliche Erklärung fehlt bis dato.

Das bekannteste Experiment ist die Thyroxin-Stimulation bei der Metamorphose von Kaulquappen: Kaulquappen in einem mit Thyroxin C30 versetzten Wasser vollzogen die Metamorphose deutlich schneller als die Kontrollgruppe. Das Experiment wurde mehrfach erfolgreich reproduziert.

Zu Beginn der Einnahme kann eine sogenannte Erstverschlimmerung auftreten - ein Zeichen, dass der Körper auf das Mittel gut anspricht. Unter fachgerechter Anleitung gibt es weder Nebenwirkungen noch Wechselwirkungen. Bei Fortbestand der Beschwerden ziehen Sie bitte Ihren Hausarzt zu Rate.

Wichtig: Da Homöopathie eine Regulationstherapie ist, setzt sie ein funktionierendes Organsystem voraus. Bei irreversibel geschädigten Organen (z.B. Diabetes Typ I/II) wäre ihr Einsatz nicht angemessen.

Das Prinzip der Potenzierung

Die Grundsubstanzen stammen aus der Natur: Pflanzen (z.B. Thuja), tierische Produkte (z.B. Apis mellifica, Gift der Honigbiene) und Mineralien (z.B. Sulfur). Beim Potenzieren wird die Substanz stufenweise durch Verschüttelung oder Verreibung mit Milchzucker verdünnt und gleichzeitig dynamisiert - die Substanz wird zunehmend entmaterialisiert und die substanzspezifische Information verstärkt.

  • D-Potenzen: Verdünnungsschritte 1:10 mit je 10-maliger Verschüttelung
  • C-Potenzen: Verdünnungsschritte 1:100 mit je 10-maliger Verschüttelung
  • LM-Potenzen: Verdünnungsschritte 1:50.000 mit 100-maliger Verschüttelung
  • Q-Potenzen: Verdünnungsschritte 1:50.000, anderes Herstellungsverfahren als LM

Wann & wie nehme ich Globuli ein?

Homöopathie lässt sich sogar bei werdenden/stillenden Müttern und Säuglingen anwenden. Bei organischen Problemen (akute Entzündung, Verletzung) greift man eher zu niedrigen Potenzen, bei chronischen oder psychischen Erkrankungen zu höheren.

Dosierung Erwachsene:

  • Tiefe Potenzen bis D10: akut stündlich 5 Globuli, max. 6x täglich; dann 3x täglich; bei chronischen Beschwerden 1-3x täglich
  • Mittlere Potenzen D10-D30: 1-2x täglich 5 Globuli
  • Hohe Potenzen über D30: individuelle Dosierung nach therapeutischer Anweisung

Dosierung Kinder:

  • Säuglinge bis 1. Lebensjahr: 1-2 Globuli als Einzeldosis
  • Kleinkinder bis 6. Lebensjahr: 3 Globuli als Einzeldosis
  • Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene: 5 Globuli als Einzeldosis

Das Mittel ein paar Sekunden im Mund behalten und erst danach schlucken. Zwischen Einnahme und Mahlzeit mindestens 15 Minuten Abstand. Menthol (z.B. Zahnpasta) und ätherische Öle (vor allem Eukalyptus) können die Wirkung beeinträchtigen. Keine metallischen Löffel verwenden.

Bestellen Sie Ihre homöopathischen Mittel per Telefon, E-Mail oder Fax.

Gibt es in der Homoeopathie nur Globuli?

Nein. Die bekannteste Form sind Globuli - kleine Zuckerkügelchen, mit dem potenzierten Arzneimittel imprägniert. Daneben gibt es Tropfen (Dilutionen), Tabletten, Salben und Zäpfchen. Die Trituration (Handverreibung mit Milchzucker) wird ebenfalls gerne verwendet.

Hinweis: Flüssige homöopathische Arzneimittel enthalten bis zu 43 Vol.-% Alkohol und dürfen von Alkoholkranken nicht eingenommen werden. Bei Kindern können Tropfen mit etwas Wasser verdünnt werden; alternativ Globuli oder Tabletten verwenden.

Was sind Komplexmittel?

Homöopathische Einzelmittel enthalten einen einzigen Wirkstoff. Komplexmittel werden aus zwei oder mehreren Einzelmitteln nach ihrem Hauptanwendungsgebiet zusammengestellt (z.B. ein Erkältungskomplexmittel aus einem fiebersenkenden, einem schnupfenbekämpfenden und einem abwehrstärkenden Mittel). Komplexmittel sind besonders bei Laien beliebt, da sie keine fundierten Kenntnisse der homöopathischen Lehre erfordern.

Wie sind Homoeopathika zu lagern?

Nicht in der Nähe von starken elektromagnetischen Feldern (Mikrowelle, Computer) und bei maximal 25°C aufbewahren. Das Haltbarkeitsdatum beachten - auch wenn erfahrene Homöopathen die Wirkung über das Ablaufdatum hinaus als gegeben ansehen.

Tipps fuer Ihre Hausapotheke

Die 30 wichtigsten Globuli für Ihre homöopathische Hausapotheke:

Fieberhafte und entzuendliche Erkrankungen

ACONITUM: Bei ersten Anzeichen von Fieber nach Verkühlung, Husten, Kopfschmerzen, Augenentzündung, Ohrenschmerzen; bei Schockzuständen nach Verletzungen.

APIS: Bei akuten Entzündungen von Haut und Schleimhaut mit deutlicher Schwellung; bei Insektenstichen, Nesselsucht, Mandel- und Kehlkopfentzündungen, Gelenk- und Harnblasenentzündungen.

ARNICA MONTANA: Bei stumpfen Gewebeverletzungen (Schlag, Prellung, Schwellung, Bluterguss), Zerrungen, Verstauchungen, Frakturen, Quetschungen, Gehirnerschütterung. Auch nach Operationen und zahnärztlichen Eingriffen.

ATROPA BELLADONNA: Bei hohem Fieber mit kalten Händen und Füßen, Mittelohr-, Brustdrüsen- und Halsentzündung, Sonnenstich, pochenden Kopfschmerzen. Symptome treten plötzlich auf.

BRYONIA ALBA: Wirkt auf alle inneren Häute - Hirnhaut, Rippenfell, Bauchfell, Gelenkinnenhaut. Schmerzen beim Husten und tiefen Atmen, Brustentzündung bei stillenden Müttern.

FERRUM PHOSPHORICUM: Bei akuten Infekten der Atemwege, Erkältungen mit Ohrenschmerzen, Kehlkopfentzündungen, beidseitiger Mittelohrentzündung, Fließschnupfen.

HEPAR SULFURIS: Bei Augen-, Hals-, Mittelohr-, Nasennebenhöhlenentzündungen, Furunkeln, Abszessen; bei trockenem Husten, der zu schleimigem Husten übergeht.

MERCURIUS SOLUBILIS HAHNEMANNI: Entzündung von Mandeln, Mittelohr, Nasennebenhöhlen, Mundschleimhaut, Darm; eitrige Hautentzündungen, Gürtelrose, Zahnprobleme.

SULFUR: Zu Beginn und am Ende von Infektionskrankheiten sowie nach Antibiotikabehandlung zur Wiederherstellung der Darmflora; erstes Mittel bei Hautproblemen.

Erkaeltung und Grippe

ALLIUM CEPA: Akuter Schnupfen mit brennendem Nasenausfluss, Stirnkopfschmerzen, Halsschmerzen, Nebenhöhlenkatarrh, wässriger Fließschnupfen bei Kindern.

ECHINACEA: Zur Stärkung des Immunsystems; bewährt auch zur Abwehrsteigerung bei Kindern in der kalten Jahreszeit.

EUPATORIUM PERFOLIATUM: Grippaler Infekt mit plötzlichem Fieber, Muskel- und Knochenschmerzen, trockenem Husten, klopfenden Kopfschmerzen, Zerschlagenheitsgefühl.

GELSEMIUM SEMPERVIRENS: Grippaler Infekt mit Fieber besonders im Sommer; Sonnenstich, Föhn- und Migränemittel, Lampenfieber.

RHUS TOXICODENDRON: Rücken-, Kreuz-, Muskel- und Gliederschmerzen durch Unterkühlung oder Überanstrengung; Wärme und Bewegung bessern.

Lunge und Bronchien

ACONITUM / ATROPA BELLADONNA: Bewährtes Entzündungsmittel.

BRYONIA ALBA: Stechende Schmerzen unter der Brust bei jeder Bewegung; trockener, harter Husten mit zähem Auswurf.

PHOSPHORUS: Halsentzündungen, Erkrankungen der unteren Atemwege, Reizhusten beim Sprechen oder in der Kälte.

Magen-Darmerkrankungen

ARSENICUM ALBUM: Brechdurchfall, Magen-Darm-Grippe, Reisedurchfall, Lebensmittelvergiftung mit Geruchsempfindlichkeit; Allergien.

COLOCYNTHIS: Kolikartige Krämpfe in allen Hohlorganen des Bauches (Magen, Darm, Gallenblase, Harnleiter, Gebärmutter).

PODOPHYLLUM: Kolik mit starkem Brechreiz und Durchfall; Magenbereich reagiert auf Druck empfindlich.

STRYCHNOS NUX VOMICA: Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen nach üppigem Essen; bewährtes Katermittel.

Leber, Galle und Nieren

ATROPA BELLADONNA: Bei Nieren- und Gallenkoliken, anfalls- und krampfartigen Leberschmerzen sowie bei Kindern mit Schlafproblemen.

BERBERIS VULGARIS: Hartnäckige Rücken-, Lenden- und Nierenschmerzen, Blasenschmerzen mit häufigem Harndrang, Nierengrieß, Nierensteine.

CANTHARIS: Brennende Schmerzen bei Harnwegsinfektion.

Allergien

ARUNDO: Gegen Heuschnupfen und allergischen Schnupfen.

EUPHRASIA: Bei Heuschnupfen (Tränen der Augen, Brennen, Jucken); sehr gut bei Bindehautentzündungen.

SABADILLA: Bei Allergien auf Hausstaubmilben und anderen allergischen Reaktionen mit Schnupfen, Gaumenjucken und geröteten Augen.

Weitere Hilfsmittel

CRATAEGUS: Bei Müdigkeit, Benommenheit, Herz- und Kreislaufschwäche.

PULSATILLA: Wichtigstes Mittel für Frauen gegen Regelschmerzen und Bauchkrämpfe; bei Kindern nach übermäßigem Genuss von Süßem oder Fettem.

RHUS TOXICODENDRON: Sehnen- und Bänderverletzungen durch Überlastung, Muskelkater; bewährtes Mittel bei Lippenherpes.

VERATRUM ALBUM: Bei niedrigem Blutdruck und Kreislaufbeschwerden mit Kraftlosigkeit und Zittern; Sommerdurchfall.

ZINCUM ISOVALERIANICUM: Wichtiges Schlafmittel bei Einschlafproblemen, Sprechen im Schlaf, keine Ruhe finden.

Tipps fuer die Kinder-Apotheke

Neben den Mitteln aus der Hausapotheke gibt es einige Globuli, die speziell bei Kindern gern eingesetzt werden:

ACONITUM: Erste Anzeichen von Fieber nach Verkühlung, Husten, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen; Schockzustände nach Verletzungen.

ARGENTUM NITRICUM: Bauchschmerzen bei psychischer Anspannung.

ATROPA BELLADONNA: Hohes Fieber, Mittelohr-, Brustdrüsen- und Halsentzündung, Sonnenstich; Symptome treten plötzlich auf.

BISMUTUM METALLICUM: Spucken von Nahrung unmittelbar nach oder auch später nach der Mahlzeit.

CALENDULA: Bei Schürf-, Riss-, Platz- und Schnittwunden.

CAPSICUM ANNUM: Akuter, stechender Ohrenschmerz (Kinder werden unruhig und schreien plötzlich auf).

COLOCYNTHIS: Kolikartige Bauchschmerzen.

DROSERA: Trockener, harter Krampfhusten (speziell nachts); bei virusbedingtem Pseudokrupp.

EUSPONGIA OFFICINALIS: Trockener, bellender Reizhusten, erschwertes Einatmen bei Kehlkopfentzündungen, Heiserkeit.

FERRUM PHOSPHORICUM: Akute Infekte der Atemwege, Erkältungen mit Ohrenschmerzen, Fließschnupfen.

MATRICARIA (CHAMOMILLA) RECUTITA: Unruhe und Schlafprobleme bei zahnenden Säuglingen; in D4 bei Blähungen mit Luftabgang.

PSYCHOTRIA IPECACUANHA: Schleimiger Reizhusten mit Würgereiz, obstruktive Bronchitis.

SAMBUCUS NIGRA: Kinder- und Säuglingsschnupfen.

SULFUR: Beginn und Ende von Infektionskrankheiten, nach Antibiotikabehandlung, erstes Mittel bei Hautproblemen.

Tipps fuer die Reiseapotheke

Mit einer homöopathischen Reiseapotheke sind Sie gewappnet, um im Urlaub leichte Beschwerden selbst zu behandeln. Erweitern Sie die Liste individuell - abgestimmt auf Urlaubsort und persönliche Bedürfnisse.

Magen-Darmprobleme

ARSENICUM ALBUM: Übelkeit und Erbrechen mit oder ohne Durchfall, Lebensmittelvergiftung.

OKOUBAKA: Wichtiges Prophylaxemittel bei Tropenreisen.

PODOPHYLLUM: Kolik mit starkem Brechreiz und Durchfall, Symptome morgens am schlimmsten.

STRYCHNOS NUX VOMICA: Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen nach üppigem Essen.

Reise- und Seekrankheit

ANAMIRTA COCCULUS: Wichtigstes Mittel gegen Reisekrankheit; Übelkeit, Schwäche, Schwindel; auch vorbeugend einnehmbar.

PETROLEUM: Reiseübelkeit; Essen bessert die Symptome.

Insektenstiche

APIS: Insektenstiche aller Art mit Schwellung; empfehlenswert bei Bienen- und Wespenstichen.

Erste-Hilfe-Tipp: Notfalltropfen direkt auf die Einstichstelle tröpfeln und zwei Tropfen in den Mund.

Verletzungen und Wunden

ACONITUM: Schock nach Verletzungen.

ARNICA MONTANA: Blutergüsse, Prellungen, Quetschungen, Gehirnerschütterungen.

BRYONIA ALBA: Zerrung, Stauchung, Verrenkung.

HYPERICUM: Verletzungen an nervenreichen Stellen (Finger, Zehen), Wirbelsäulenverletzungen.

LEDUM: Stichverletzungen und Tierbisse; Zerrungen und Verstauchungen.

Sonnenbrand

ATROPA BELLADONNA: Leichter Sonnenbrand, gerötetes Gesicht.

CANTHARIS: Sonnenbrand 2. Grades mit Blasenbildung, starkes Brennen und Stechen.

GLONONIUM: Pochende Kopfschmerzen (Sonnenstich), die bei jeder Bewegung schlimmer werden.

Schmerzen

CANTHARIS: Brennende Schmerzen bei Harnwegsinfektion.

CHAMOMILLA RECUTITA: Zahn-, Menstruations- oder kolikartige Bauchschmerzen; bewährt bei Zahnen mit Durchfall.

GELSEMIUM: Kopfschmerzen, Migräne.

Weitere Mittel

ECHINACEA: Zur Stärkung des Immunsystems.

CRATAEGUS: Bewährt bei Müdigkeit, Benommenheit, Herz- und Kreislaufschwäche; sollte in keiner Reiseapotheke fehlen.

Was sagen Befuerworter & Kritiker?

Über kaum eine alternative Heilmethode wird so heftig diskutiert wie über die Homöopathie. Kritiker argumentieren, dass die Ausgangssubstanz so stark verdünnt wird, dass sie molekular nicht mehr nachweisbar ist und der Erfolg daher nur auf einen Placebo-Effekt zurückzuführen sei.

Dem entgegnen Befürworter, dass der Vorwurf ohne Studienevidenz zu arbeiten laut einem Bericht im British Medical Journal auch für 89 % aller Interventionen der konventionellen Medizin gilt. Zudem werden in der Grundlagenforschung auch Pflanzen als Probanden eingesetzt, bei denen ein Placebo-Effekt ausgeschlossen werden kann.

DDr. Bauer: Aufgrund meiner persönlichen Überzeugung und meiner Erfahrungen als Mediziner befürworte ich die Homöopathie. Selbstverständlich respektiere ich jeden, der kritisch zu diesem Thema steht.

Ausgewaehlte Studien:

  • BAUMGARTNER S. et al (Scientific World Journal 2010): Wasserlinsen-Experiment - Wirkung homöopathischer Mittel an der Universität Bern nachgewiesen.
  • FRASS M. et al (2005): Adjunctive homeopathic treatment in patients with severe sepsis - Überlebensrate in der homöopathisch behandelten Gruppe signifikant höher (p = 0,043).
  • WEIERMAYER P. et al (2020): Evidenzbasierte Veterinär-/Homöopathie und mögliche Bedeutung für die Bekämpfung der Antibiotikaresistenzproblematik.
  • CAMERLINK I. et al (2010): Homeopathy as replacement to antibiotics in E. coli diarrhea in neonatal piglets - signifikant weniger Erkrankungen in der homöopathischen Gruppe (p = 0,0024).
  • MATHIE R.T. et al (2014): Randomised placebo-controlled trials of individualised homeopathic treatment - systematic review and meta-analysis.
  • MICHAEL J. et al (2019): Efficacy of individualized homeopathic treatment of insomnia - signifikante Wirksamkeit gegenüber Placebo (p < 0,01).
  • HAHN R. (2013): Homeopathy: Meta-Analyses of Pooled Clinical Data - mehr als 90 % aller homöopathischen Studien müssten ausgeschlossen werden, um Homöopathie als unwirksam darzustellen.
  • MATTHIESSEN P. (2018): Homöopathie und intellektuelle Redlichkeit. Deutsche Zeitschrift für Onkologie.